MEIN DORTMUND – „Ich bin dabei“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte – Dortmund

MEIN DORTMUND – „Ich bin dabei“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte – Dortmund

Ich freue mich sehr, dass das Museum für Kunst und Kulturgeschichte auf mich zu gekommen ist, ob ich bei der Austellung MEIN DORTMUND einen Beitrag mit meiner Staatspreisarbeit leisten möchte.
Ich fühle mich geehrt mit meiner zeitgenössichen Arbeit unter diesen wunderbaren historischen Stücken platziert zu sein.

Eine schöne Idee des Dortmunder Museums
unter der Patenschaft der Journalisten Hans Leyendecker:
Alt- und Neudortmunderinnen und -dortmunder, heutige und ehemalige Neubürger, Zurückgekehrte, Pendler, Reisende waren aufgefordert ihren Blick auf die Stadt zu formulieren und anhand von persönlichen Gegenstände, Bildern, Texte und Geschichten zu dokumentieren. Das konnten auf den ersten Blick ganz banale Dinge sein wie z.B. ein Satz Dessertschälchen aus Kristall, hinter denen sich eine bezaubernde Geschichte verbirgt oder die abgetragene lederne Aktentasche eines Dortmunder Psychologen, in der er tagein tagaus seinen Patientenakten mit sich herum trug. Jedes Ding eine persönliche Geschichte.
Besonders spannend finde ich, dass all diese relativ zeitgenössischen Dinge nun im Museum bei einem Rundgang in die historische Ausstellung eingeflochten werden. Neben der eigentlichen Geschichte wird einem offenbar wie sich Dinge im Wandel der Zeit verändern, manches verloren geht, manches aber auch im scheinbar neuen Kostüm daher kommt, es werden Erinnerungen wach und manch eigene Geschichten geht auf einmal mit einem durch.

Meine Arbeit hätte keinen besseren Ort finden können.Man stelle sich einen runden Raum vor, der von Vitrinen gesäumt ist. Linker Hand die Geburt, vor Kopf die Hoch-Zeit und rechter Hand der Tod. Und im Mittelpunkt als verbindendes Glied steht ein altes westfälisches Himmelbett und hinter dem Kopfende wird meine Arbeit hängen. Anders als das Bett in dem Leben beginnt, stattfindet und endet, schafft meine Arbeit eine transformierende Verbindung. Während ein Taufbecher, eine Brautkrone oder -Haube und das Kreuz statische Zustände darstellt holt meine Arbeit Erbstücke aus ihrem Sinnzusammenhang heraus und bringt sie wieder als tragbaren verwandelten Schmuckstück ins Leben zurück.

Ich freue mich sehr auf die Eröffnung am 13.03.2020 um 18 Uhr. Vielleicht sieht man sich ja da.

Nach der feierlichen Eröffnung ist es übrigens jedem kostenfrei möglich, durch die Ausstellung zu wandeln und sich von den Dortmunder Geschichten in eine andere Welt und Zeit entführen zu lassen.

WDR Lokalzeit Dortmund _ Juhu ich komme ins Fernseh.

WDR Lokalzeit Dortmund _ Juhu ich komme ins Fernseh.

Heute war ein aufregender Tag. Die Lokalzeit Dortmund war da. Es hat große Freude gemacht mit dem Team von Olaf Tack zu drehen und hinter die Kulissen zu schauen. Ein wahnsinniger Aufwand für einen 3 bis 4 Minuten Feature – dabei war das nur der Dreh. Hinzu kommt ja schließlich auch noch der Schnitt. Ich bin beeindruckt.
Eine Kamera hat mir in der Werkstatt dabei über die Schulter geschaut, wie ein Trauring in eine Schale aus Feinsilber geprägt wird – für alle Ewigkeit. Wir alle waren Feuer und Flamme.

Ich danke auch meiner Kundin Petra Decking, die so wunderbar von der Umarbeitung des Schwiegermutter-Rings berichtet hat, den sie nun in aller Ehre bei sich tragen kann. Ein berührender Ein- und Rückblick.

Ich bin sehr gespannt auf den Beitrag und kann es kaum abwarten.

GEWONNEN – STAATSPREIS NRW 2019

GEWONNEN – STAATSPREIS NRW 2019

Ich möchte mich bei allen Daumen-Drückern, Mitfieberern, Anteilnehmern, Gratulanten, bei allen, die an mich geglaubt haben und mich auf meinem Weg unterstützt haben ganz herzlich bedanken.

Als Handwerkerin, Goldschmiedin und Designerin ist man in der heutigen Zeit doch eher ein Exot und es gibt nur wenige Nischen, in die man wirklich gut hinein passt. Dabei den eigenen Weg finden, gehen und dabei bleiben ist oft nicht leicht – macht aber auch unendlich viel Sinn und tut letzten Endes gut.

Um so mehr freue ich mich über diese öffentliche Anerkennung durch das Land NRW, die Jury von Gut Rosenberg und durch ein nunmehr breiteres Publikum. Ich hoffe, dass dadurch erneut ein Augenmerk auf all die besonderen Künstler und Designer fällt, die jenseits von Mainstream, Modetrends und Massenproduktion ihren eigenen leideschaftlichen Weg gehen und so Großartiges und Einzigartiges schaffen. Es gibt viele davon, aber man muss sie manchmal etwas suchen und entdecken.
Ich freue mich sehr und bin so dankbar.

Finden kann man derzeit 128 davon im Museum für angewandte Kunst in Köln.
Was sonst meist nur hinter Werkstatt und Galerietüren verborgen liegt, kann nun hier bestaunt werden.

 

 Möbel: Hans Paul Pümpel, Aachen – https://www.hwk-aachen.de/presse-medien/news/artikel/news/detail/News/staatspreis-nrw.html
Skulpturen: Claudia Merx, Aachen – https://claudiamerx.de/
Schmuck: ich
Kleidung & Textil: Veronika Moos, Bergisch- Galdbach – http://www.veronika-moos.de/
Medien: Dirk Krüll, Düsseldorf – https://dirk-kruell.de/
Wohnen: Maria Wieding-Kalz, Rosendahl-Holtwick – https://www.mhw-keramik-wieding.de/

Fotoshooting in einer Zeche | 18.05.2019

Fotoshooting in einer Zeche | 18.05.2019

Lang ist es her, dass ich das letzte mal etwas in den Blog geschrieben habe. Dabei ist soviel passiert.
Die letzten 6 Wochen vor Abgabe meiner Wettbewerbsarbeit für den Staatspreis NRW galten dem Werktisch, meiner Präsenz hinter der Kamera und letzen Endes der Präsentation.
Ein wunderbares Fotoshooting in der Zeche Schlägel und Eisen krönte meine Arbeit.
Es war wirklich wie ein Wunder, wie sich auf einmal innerhalb von 4 Tagen dieser besondere Ort und diese lebendigen Models und ein Profifotograf auftaten. Ein gutes Zeichen.

Es war das erste mal, dass ich meinen Schmuck an Menschen fotografiert habe.
Bis dato habe ich es immer vermieden, weil ich glaubte, dass man damit das Schmuckstück zu sehr mit einen bestimmten Typen verbindet und somit andere ausgrenzt.
Diesmal wollte ich unter anderem genau damit spielen. Ich wollte mit folgenden Erwartungen brechen, mit denen ich so oft in meiner Galerie konfrontiert bin.
Ein Medallion kann nur einer Frau tragen.
Eine Brosche kenne ich nur von meiner Oma. Broschen trage ich nicht.
Eine Kette hängt man sich um den Hals.

Statt dessen wollte ich zeigen, dass auch ein Mann Halsschmuck tragen kann. Eine Kette wie eine Umhängetasche diagonal den Körper schmückt und eine Brosche längst kein altmodischer Oma-Schmuck sein muss.

Ich danke euch allen, dass ihr mir eure Zeit geschenkt habt.
Sandra, Cordula mit dem reizenden Frido, der für ein Eis so super vor der Kamera posiert hat.
Michael, mit seiner herzlichen und lebendigen Art.
Björn Verch von der kreativkaue – einen besseren Fotograf hätte mir der Himmel für dieses sensible Projekt nicht schicken können.
Andreas Weidner, der so lieb war, uns die Weiskaue für einen ganzen Nachmittag zur Verfügung zu stellen. Der Raum passte so wunderbar zu meinem Schmuck. Ein Raum voller Ketten und Gefäßen.
Und ich danke der lieben Petra Degging für ihr Allround-Talent als Netzwerkerin, Organisatorin, Schneiderin, Ideengeberin, Modell, Ratgeberin und Seelsorgerin in schwachen Momenten.

Ich werde diesen Tag und die schönen Bilder und Momente nie vergessen.