PHOENIX-RING | mein Beitrag zu MANUFACTUM NRW 2021

PHOENIX-RING | mein Beitrag zu MANUFACTUM NRW 2021

Da ich den Staatspreis für den Bereich Schmuck im Jahr 2019 gewonnen habe, ist mir in den nächsten 10 Jahren lediglich eine Teilnahme aber keine Auszeichnung möglich. Es freut mich dennoch sehr, dass mein Beitrag für den Staatspreis Manufactum NRW 2021 von der Jury für die diesjährige Ausstellung angenommen wurde.
Die Ausstellung findet im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund statt. Die eingereichten Möbel, Skulpturen, Schmuck- und Kleidungsstücke sowie Wohnaccessoires werden dort vom 10. April bis zum 27. Juni 2021 gezeigt.

Die feierliche Eröffnung und Auszeichnung der Staatspreisträger erfolgt im Konzerthaus Dortmund durch Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, am 24. April 2021 von 11 bis ca. 13 Uhr. Anschließend wrd es einen Empfang im Museum für Kunst und Kulturgeschichte geben. Die persönliche Einladung erfolgt durch das Landesministerium.

Ich bin schon sehr gespannt auf die diesjährige Ausstellung, die immer einen lohnenden Einblick in eine Fülle kreativer Ideen und beeindruckender freier künstlerischer Arbeiten zeigt. Diese Bandbreite macht den Reiz der zeitgenössischen Ausstellung aus. Sie dient aber auch als Plattform für den Austausch mit anderen Kreativen.

Wer sich vorab informieren möchte:
https://m.facebook.com/staatspreismanufactum/
https://www.instagram.com/staatspreis.manufactum/

 

 

 

PHOENIX-RING | Kundenstimme | Von Industriekultur zur Kulturindustrie

PHOENIX-RING | Kundenstimme | Von Industriekultur zur Kulturindustrie

Es freut mich besonders, wenn sich verschiedene Themenbereiche meiner Schmuckprojekte vermischen, verbinden und dabei etwas ganz Neues entsteht.
Dieses passiert in manchen Fällen nicht unbedingt durch mich selbst, sondern wenn ein Kunde mit einem besonderen Anliegen auf mich zukommt. So wie in diesem Fall.  Claudia Fischer aus Essen fragte mich, ob ich aus dem Trauring ihrer Großmutter einen Phoenix-Ring machen könnte.

Warum nicht? Derartige Anfragen fordern mich als Künstlerin, Designerin und Goldschmiedin heraus. Sie sind spannend und reizen mich.  Meine Neugier als Künstlerin war also geweckt. Ich fragte mich, welche Intention Frau Fischer damit verfolgt. Wie kommt es zu dieser gedanklichen Verbindung? Welchen Bezug hat sie zum Ruhrgebiet, zum Hochofenwerk Phoenix West …? Welche Verbindung zu ihrer Großmutter? … und so weiter. Ich lerne so viel dabei … über die Menschen, ihre Wurzeln, ihr Wollen und ihr Tun – all das kann wieder in weitere Arbeiten einfließen. Die Handwerkerin in mir wurde gefordert, da ich bei diesem Auftrag meine entwickelte und erprobte Arbeitsweise wahrscheinlich nicht anwenden konnte. Normaler Weise fertige ich den Ring aus einer kreisrunden Scheibe aus Silber und Feingold (siehe Foto). Wie kann ich nun den Ring aus einem Trauring fertigen? Wird das Gold des Trauringes ausreichen?  Spannend.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Claudia Fischer bereit war, etwas über ihre Intention zu diesem Ring zu schreiben. Da sie selber kreativ tätig ist und mit ihren Arbeiten an einer Vielzahl von Märkten und Ausstellungen in geschichtsträchtigen Industriedenkmälern teilgenommen hat, spannt sich hier für sie der Bogen zu dem Phoenix-Ring.

„Second
life für einen Ring
Die alten Industrieanlagen des Ruhrgebietes sind mit der Region fest verknüpft und mittlerweile gute Beispiele für Strukturwandel und Transformation von Industriekultur zu Kulturindustrie.  Zwischen Tradition und Moderne haben sich unter anderem Kunst und Designausstellungen fest etabliert. Genau diese Tradition und Moderne, Erbstück und Fundstück, machen die Faszination dieser Skulptur an der Hand aus. So entstand aus dem alten Ehering meiner Großmutter, einem Eisenerzpellet und aktueller Goldschmiedekunst mein Phoenix Ring.“ Claudia Fischer

 

Wer mehr über die Arbeit von Claudia Fischer erfahren möchte:
http://filzpunkt.net/galerie